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Wildtiere in Berlin entdecken: Füchse, Wildschweine & Natur erleben
Wildtiere in Berlin – warum die Hauptstadt so viel Natur bietet
Berlin ist eine Stadt voller Kontraste: weltberühmte Sehenswürdigkeiten, lebendige Kieze und zugleich überraschend viel Natur. Rund ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Grün-, Wald- und Wasserflächen.
Diese Struktur schafft ideale Lebensräume für Wildtiere und macht Berlin zu einer der grünsten Metropolen Europas. Große zusammenhängende Naturgebiete wie der Grunewald, der Tegeler Forst oder die Müggelberge treffen hier direkt auf urbane Stadtteile. So entsteht ein einzigartiger Lebensraum, in dem Stadt und Natur ineinander übergehen.
In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Wildtiere in Berlin leben, wo ihr sie beobachten könnt, welche Regeln ihr beachten solltet und welche überraschenden Tiergeschichten die Hauptstadt bereits geschrieben hat.
- Welche Wildtiere leben in Berlin?
- Wo kann man in Berlin Wildtiere beobachten?
- Wildtiere in Berliner Parks – Natur mitten in der Stadt
- Die 5 besten Orte für Wildtiere in Berlin
- Berlin-Tipps: Wildtiere & Sightseeing perfekt kombinieren
- Gibt es Wölfe in Berlin?
- Wildtier-Notruf Berlin – was tun bei verletzten oder hilflosen Tieren?
- Füttern? – Nein, danke!
- Kuriose Wildtier-Geschichten aus Berlin
- Der Berliner Bär – das Symbol der Stadt
Welche Wildtiere leben in Berlin?
In Berlin wurden rund 59 wildlebende Säugetierarten sowie über 100 Vogelarten nachgewiesen. Viele Tiere haben sich an das Stadtleben angepasst und sind sogar in Parks und Wohngebieten unterwegs. Berlins „Big Five“ – Wildschweine, Füchse, Steinmarder, Wildkaninchen und Waschbären – leben mitten in der Hauptstadt. Dank des milden Klimas und ausreichender Nahrung haben sich die Tiere stark vermehrt und sind oft in Parks, Gärten oder sogar auf Straßen anzutreffen.
Wildschweine in Berlin
Photo: Oliver Voelker, Pixbaby
Wildschweine gehören zu den bekanntesten Wildtieren der Stadt. Schätzungen zufolge leben mehrere tausend Tiere im Berliner Stadtgebiet.
Fakten:
- leben in Familiengruppen (Rotten)
- sind Allesfresser
- vor allem nachts und in der Dämmerung aktiv
- sehr anpassungsfähig an urbane Räume
Besonders häufig sind sie im Grunewald oder in angrenzenden Waldgebieten zu finden. Wichtig: Wildschweine niemals füttern und Abstand halten.
Füchse in Berlin – Stadtbewohner auf leisen Pfoten
Photo: Affzm, Pixabay
Füchse sind in Berlin weit verbreitet und leben sowohl in Parks als auch in Wohngebieten.
Fakten:
- dämmerungs- und nachtaktiv
- sehr scheu
- extrem anpassungsfähig
- ernähren sich von Mäusen, Früchten und Abfällen
Mit etwas Glück könnt ihr sie früh morgens im Tiergarten oder in ruhigen Parkanlagen sehen. Füchse leben nicht nur in Wäldern, sondern werden regelmäßig in Wohngebieten wie Kreuzberg, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg gesehen. Teilweise sogar tagsüber.
Waschbären, Rehe & Eichhörnchen in Berlin
Photo: Stefan, Pixabay
Waschbären sind inzwischen feste Stadtbewohner und vor allem nachts aktiv. Sie werden häufig auf Dachböden oder in Hinterhöfen entdeckt.
Rehe leben hauptsächlich in größeren Waldgebieten wie Grunewald und Tegeler Forst.
Eichhörnchen und Wildkaninchen begegnen euch dagegen häufig direkt in Parks.
Biber und Fledermäuse in Berlin
Photo: Nepomux, Pixabay
Biber leben an Spree, Havel und anderen Gewässern. Sie sind selten zu sehen, hinterlassen aber typische Spuren wie angenagte Bäume, Dämme und ihre Biberburg.
Fledermäuse sind ebenfalls weit verbreitet und besonders in der Dämmerung aktiv.
Wo kann man in Berlin Wildtiere beobachten?
Photo: Richard Hebstreit, Pixabay
Grunewald – Wildtiere im Berliner Westen
Der Grunewald umfasst rund 3.000 Hektar Waldfläche und gehört zu den wichtigsten Naturgebieten Berlins.
Neben Wildschweinen und Rehen könnt ihr mit etwas Geduld auch Waschbären, Füchse, Marderhunde sowie seltene Vögel wie den Habicht oder die bunte Mandarinente entdecken
Beste Zeit: früh morgens oder abends
Müggelsee & Müggelberge – Natur und Wasser erleben
Am Müggelsee und in den Müggelbergen, im Osten Berlins, könnt ihr dank des großen, zusammenhängenden Wald- und Wasserschutzgebietes eine vielfältige Tierwelt beobachten. Mit etwas Geduld und einem Fernglas lassen sich dort zahlreiche Wildtiere (Biber, Rehe, Wildschweine, Füchse), Vögel (Greifvögel, Wasservögel, Waldbewohner) und Amphibien (Hechte, Karpfen, Welse, Frösche, Kröten) entdecken.
Tipp: Ideal für Tagesausflüge und Spaziergänge. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten habt ihr vom Steg am Ausflugslokal Rübezahl, entlang des Schilfgürtels, vom Müggelturm oder auf dem Lehr- und Erlebnisweg Müggelberge.
Tegeler Forst – ruhige Natur im Norden
Eines der größten Waldgebiete Berlins. Im Tegeler Forst könnt ihr eine Vielzahl von heimischen Wildtieren beobachten. Die besten Chancen habt ihr im dortigen Wildtiergehege, in den angrenzenden Feuchtgebieten und an den Ufern von Tegeler See und Tegeler Fließ.
Hier könnt ihr folgende Tiere entdecken: Rotwild und Damhirsche, WIldschweine, Muffelwild (Mufflons), Wasserbüffel, Biber, Wasservögel, Schildkröten, Füchse, Fasane, Vögel, Greifvögel, ...
Tipp: Am Eingang des Wildtiergeheges gibt es Futterautomaten, an denen ihr für kleines Geld geeignetes Wildtierfutter ziehen könnt.
Karower Teiche – Paradies für Vogelbeobachtung
Im Naturschutzgebiet Karower Teiche im Nordosten Berlins könnt ihr besonders viele Vögel (über 60 Arten), Amphibien, Säugetiere (Rehe, Füchse, Hasen) und Insekten beobachten. Das rund 130 Hektar große Areal aus ehemaligen Torfstichen und Fischteichen bietet ideale Bedingungen.
Besonderheit: Auf den freilaufenden Wiesenflächen weiden ganzjährig seltene englische Rinder, die als "lebende Rasenmäher" das Gebiet pflegen.
Wildtiere in Berliner Parks – Natur mitten in der Stadt
Photo: Ralf Knuefer, Unsplash
Tiergarten Berlin
Mitten im Zentrum gelegen, aber voller Natur:
- Füchse, Eichhörnchen, Waschbären, Wiesel, Feldhasen und verschiedene Fledermausarten (z.B. Zwergfledermäuse)
- Wasservögel, Greifvögel wie Habichte und Mäusebussarde, dazu Kolkraben, Stieglitze und Teichrohrsänger
- Schildkröten in kleinen Gewässern, z.B. am Teehaus
Tempelhofer Feld
Ein einzigartiger Naturraum auf ehemaligem Flughafengelände:
- offene Landschaften
- ca. 100 Schafe (Skudden und Coburger Fuchsschafe), die als lebende Landschaftspfleger über das Gelände ziehen
- verschiedene Vogelarten: Das Feld ist ein bedeutendes Brutgebiet für gefährdete Arten. Hier leben die Feldlerche (die "Hausherrin" des Feldes), der Neuntöter, die Grauammer, der Steinschmätzer sowie Turmfalken und Eulen (wie Waldohreulen)
- Insektenvielfalt: zahlreiche Schmetterlinge (darunter der Schwalbenschwanz), Bienen, Hummeln sowie eine vielfältige Heuschrecken- und Grillenpopulation (inklusive der seltenen italienischen Schönschrecke)
- Füchse sowie Feldmäuse und Kaninchen
- In den sandigen Bereichen und Trockenrasen lassen sich mit etwas Glück Zauneidechsen beobachten
Volkspark Friedrichshain
Ein klassischer Berliner Stadtpark:
- Vogelwelt: Durch alte Baumbestände und spezielle Nistkästen finden hier über 50 Vogelarten Brutreviere.
- Greifvögel & Eulen: Habichte, Sperber, Waldkäuze (u.a. am Kleinen Bunkerberg)
- Spechte & Singvögel: Grünspechte, Blau- und Kohlmeisen, Stare, Sperlinge, Trauerschnäpper und Baumläufer
- Wasservögel: Schwäne, Zwergtaucher und weitere Entenarten am Schwanenteich
- kleine Wildtiere wie Rotfüchse, Eichhörnchen
- ruhige Grünflächen
Die 5 besten Orte für Wildtiere in Berlin
- Grunewald – Wildschweine, Rehe, Füchse
- Müggelsee – Wasservögel & Biber-Spuren
- Karower Teiche – Vogelbeobachtung
- Tegeler Forst – Waldtiere & Ruhe
- Tiergarten – Natur mitten in der Innenstadt
Berlin-Tipps: Wildtiere & Sightseeing perfekt kombinieren
Photo: Lonny Photography, Pexels
Museumsinsel → Tiergarten
Nach Kultur im Zentrum erreicht ihr in wenigen Minuten den Tiergarten mit viel Natur.
Kurfürstendamm → Grunewald
Vom Shopping direkt in den Wald – ein schneller Wechsel zwischen Stadt und Natur.
Innenstadt → Müggelsee
Perfekter Tagesausflug in den grünen Osten Berlins.
Tempelhofer Feld → Kieze
Urbane Natur kombiniert mit Berliner Stadtleben.
Nachhaltig unterwegs mit dem ÖPNV
Alle Naturorte sind gut mit Bus und Bahn erreichbar: ideal für euren EasyCityPass Berlin. Braucht ihr noch einen Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel? Mit dem EasyCityPass Berlin habt ihr eure Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr in Berlin + Umland und könnt von zahlreichen Rabatten bei unseren touristischen Partnern profitieren. Kauft den EasyCityPass Berlin direkt in unserem Onlineshop!
Gibt es Wölfe in Berlin?
Photo: Sunny67, Pexels
Wölfe gehören heute wieder zur deutschen Wildtierlandschaft, doch innerhalb Berlins selbst leben aktuell keine dauerhaft ansässigen Wolfsrudel. Die Stadt ist für Wölfe kein typischer Lebensraum, da sie große, ruhige und wenig besiedelte Gebiete bevorzugen.
Allerdings ist die Situation in der Region rund um Berlin spannend: In Brandenburg, das direkt an Berlin grenzt, haben sich in den letzten Jahren mehrere Wolfsterritorien etabliert. Die Tiere breiten sich seit ihrer Rückkehr nach Deutschland (Ende der 1990er Jahre) kontinuierlich aus.
Das bedeutet:
- Wölfe können theoretisch im erweiterten Umland Berlins vorkommen
- direkte Sichtungen sind jedoch extrem selten
- die Tiere meiden Menschen konsequent und sind sehr scheu
Für Besucher:innen ist es wichtig zu wissen:
Selbst wenn sich ein Wolf in die Nähe von Siedlungsgebieten verirrt, zieht er sich normalerweise sofort zurück, sobald er Menschen wahrnimmt.
Falls ihr tatsächlich eine Wolfssichtung habt:
- ruhig bleiben und Abstand halten
- nicht nähern oder verfolgen
- Hunde unbedingt anleinen
- das Tier nicht füttern oder anlocken
In der Praxis gilt: Berlin ist kein Wolfsgebiet – sondern eine Stadt mit sicherem Abstand zur Wildpopulation Brandenburgs.
Wildtier-Notruf Berlin – was tun bei verletzten oder hilflosen Tieren?
Photo: Тигран Кочинян, Pexels
Wenn ihr in Berlin ein Wildtier entdeckt, das scheinbar in Not ist, ist nicht immer sofortiges Eingreifen notwendig. Viele Jungtiere wirken allein, sind aber nicht verlassen – zum Beispiel Rehkitze oder junge Füchse, deren Mutter nur auf Nahrungssuche ist.
Trotzdem gibt es Situationen, in denen Hilfe wichtig ist:
- sichtbare Verletzungen (Blut, gebrochene Flügel oder Beine)
- Tier bewegt sich nicht mehr oder wirkt apathisch
- Gefahr durch Straßenverkehr oder Baustellen
- Jungtiere an stark gefährdeten Orten
So solltet ihr vorgehen:
- Abstand halten und das Tier nicht anfassen
- Situation aus sicherer Entfernung beobachten
- wenn nötig, Gefahrenquelle (z. B. Straße) im Blick behalten
- zuständige Stellen informieren (Wildtierhilfe / Tierschutz / Feuerwehr je nach Situation)
Wichtige Telefonnummern für Wildtier-Notrufe in Berlin
NABU Wildtiertelefon (Säugetiere): → 030 - 54 71 28 91
Zuständig für Fragen zu Wildschweinen, Füchsen, Waschbären, Mardern und Wildkaninchen.
NABU Wildvogelstation: → 030 - 54 71 28 92
Die richtige Anlaufstelle, wenn ihr einen verletzten oder hilflosen Wildvogel gefunden habt.
Amtliche Tiersammelstelle (Tierheim Berlin): → 030 - 76888 - 200 oder -201
Der direkte Draht zur Tiersammelstelle für akute Notfälle außerhalb der NABU-Sprechzeiten.
Wichtig ist vor allem: Keine Eigeninitiative ohne Fachwissen. Viele Tiere geraten durch falsches Eingreifen erst recht in Stress oder werden von ihren Eltern getrennt.
Füttern? – Nein, danke!
Photo: Helen1, Pexels
Das Füttern von Wildtieren ist in Berlin nicht nur unerwünscht, sondern kann auch ernsthafte Folgen für Tiere und Stadtökosysteme haben.
Viele Menschen meinen es gut, wenn sie Enten, Füchse oder sogar Wildschweine füttern. Doch genau das führt häufig zu Problemen:
Auswirkungen des Fütterns:
- Tiere verlieren ihre natürliche Scheu vor Menschen
- sie werden abhängig von menschlicher Nahrung
- falsches Futter kann Krankheiten verursachen
- es entstehen Konflikte im Stadtgebiet (z. B. Müllsuche durch Wildschweine)
Besonders kritisch ist das Füttern von Wildschweinen. Sobald Tiere lernen, dass sie in Wohngebieten oder Parks Nahrung finden, kommen sie häufiger zurück und verändern ihr Verhalten dauerhaft.
Auch scheinbar harmlose Lebensmittel wie Brot sind für viele Wildtiere ungeeignet und können Verdauungsprobleme verursachen. Wildtiere bitte nur beobachten, nicht füttern. Das schützt sowohl die Tiere als auch euch selbst.
Kuriose Wildtier-Geschichten aus Berlin
Berlin hat eine lange Tradition ungewöhnlicher Tiergeschichten – nicht nur in freier Natur, sondern auch im Zusammenhang mit Zoo, Tierpark und Stadtleben.
Der „Löwe von Berlin“ – ein spektakulärer Fehlalarm
Photo: Juan Moccagatta, Pexels
Eines der bekanntesten modernen Beispiele ist die sogenannte „Löwin von Berlin“. Im Sommer 2023 wurde im südlichen Berliner Umland eine angebliche Großkatze gesichtet. Die Meldung verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit und löste eine großangelegte Suchaktion mit Polizei, Jägern, Drohnen und Hubschraubern aus.
Die Region stand zeitweise unter erhöhter Aufmerksamkeit, da man von einem potenziell gefährlichen Raubtier in Stadtnähe ausging.
Nach rund 30 Stunden Suche und zahlreichen Analysen stellte sich jedoch heraus:
Es handelte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Wildschwein, das in der Dämmerung für ein großes Raubtier gehalten wurde.
Der Fall wurde später sogar wissenschaftlich und medial aufgearbeitet und zeigt sehr gut, wie leicht es in urbanen Naturgebieten zu Fehleinschätzungen kommen kann – besonders bei schlechten Lichtverhältnissen und schnellen Sichtungen.
Knut – der berühmteste Eisbär Berlins
Photo: Francesco Ungaro, Pexels
Eine der weltweit bekanntesten Tiergeschichten aus Berlin ist die von Knut, dem Eisbären aus dem Berliner Zoo.
Knut wurde 2006 im Zoo geboren und von Tierpflegern per Hand aufgezogen, nachdem seine Mutter ihn zunächst nicht angenommen hatte. Dadurch wurde er zum internationalen Medienphänomen. Sein engster Tierpfleger war Thomas Dörflein. Dörflein wurde in den ersten Monaten durch seine intensive Pflege die wichtigste Bezugsperson des Eisbären und gab ihm den Namen „Knut“.
Millionen Menschen weltweit verfolgten seine Entwicklung:
- tägliche Besucheranstürme im Zoo
- weltweite Medienberichte
- Merchandising und Dokumentationen
- Diskussionen über Handaufzucht von Wildtieren
Knut wurde zum Symbol für den Berliner Zoo – aber auch für die Frage, wie stark Wildtiere durch menschliche Nähe beeinflusst werden können.
Er starb 2011 überraschend jung, bleibt aber eines der bekanntesten Tiere, die je in Berlin lebten.
Der Gorilla im Naturkundemuseum – Berlins berühmte Präparate
Ein weiterer außergewöhnlicher Fall ist der berühmte Gorilla aus dem Museum für Naturkunde Berlin.
Das Präparat gehört zu den eindrucksvollsten Exponaten des Museums und zeigt, wie eng Forschung, Naturgeschichte und Stadt miteinander verbunden sind.
Das Tier ist kein „lebender Berliner Bewohner“, hat aber eine besondere Bedeutung:
- wissenschaftlich bedeutendes Präparat aus der frühen Sammlungszeit
- Teil der historischen Erforschung afrikanischer Tierwelt in Europa
- heute ein zentrales Ausstellungsstück im Museum
Damit gehört er zu den bekanntesten „tierischen Begegnungen“ in Berlin – allerdings im wissenschaftlich-kulturellen Sinne.
Die Pfaueninsel – frei lebende Pfauen wie aus einer anderen Welt
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Ein weiteres einzigartiges Kapitel der Berliner Tierwelt findet ihr auf der Pfaueninsel im Südwesten der Stadt. Die Insel in der Havel gehört zum UNESCO-Welterbe und wirkt fast wie eine kleine Zeitreise: ein historisches Schloss, verwunschene Parkanlagen und frei laufende Pfauen.
Die Tiere leben hier seit dem 18. Jahrhundert und sind zu einem echten Wahrzeichen der Insel geworden. Besonders auffällig sind die männlichen Pfauen, die in der Paarungszeit ihre imposanten Schwanzfedern aufstellen und damit spektakuläre Farbspiele erzeugen.
Das Kuriose: Die Pfauen bewegen sich völlig frei über die gesamte Insel und sind an Besucher:innen gewöhnt. Trotzdem sind sie keine Haustiere, sondern wildlebende Tiere in einem streng geschützten Natur- und Kulturlandschaftsraum. Natur, Geschichte und Tierwelt verschmelzen hier zu einem fast märchenhaften Ort mitten in der Hauptstadtregion.
Die Schafe im Schlossgarten Charlottenburg – tierische Landschaftspfleger mitten in Berlin
Photo: Dinh Khoi Nguyen, Pixabay
Eine der charmantesten und zugleich ungewöhnlichsten Tiergeschichten Berlins spielt sich im Schlossgarten Charlottenburg ab. Dort grasen seit einigen Jahren regelmäßig Schafe auf den weitläufigen Wiesen des barocken Parks, mitten in Berlin und direkt neben einem der wichtigsten historischen Schlösser Berlins.
Die Tiere werden gezielt eingesetzt, um die Grünflächen auf natürliche Weise zu pflegen. Statt Maschinen übernehmen die Schafe die sogenannte „biologische Rasenpflege“: Sie halten das Gras kurz, fördern die Artenvielfalt und sorgen dafür, dass die Wiesen nicht übernutzt oder zu stark verdichtet werden.
Je nach Saison leben dort rund 40 bis 70 Tiere, die zeitweise im Park unterwegs sind. Für Besucher:innen wirkt das oft überraschend, weil sich Schlosskulisse und Weidebetrieb hier auf ungewöhnliche Weise verbinden: historische Architektur trifft auf echte Stadtnatur.
Der Berliner Bär – das Symbol der Stadt
Photo: Stefanie Jost
Auch wenn ihr ihn nicht in Parks oder Wäldern antreffen werdet, gehört der Berliner Bär untrennbar zur Stadt und ist eines der bekanntesten Stadtsymbole Deutschlands.
Der Bär ist seit dem Mittelalter das Wappentier Berlins und taucht bis heute überall im Stadtbild auf: auf Wappen, Souvenirs, Denkmälern und sogar als Kunstobjekt im öffentlichen Raum. Seine genaue Herkunft ist historisch nicht eindeutig belegt, aber er steht seit Jahrhunderten für Stärke, Unabhängigkeit und die Identität der Stadt.
Interessant ist dabei der Kontrast:
- Während echte Wildtiere wie Füchse, Wildschweine oder Biber heute das „echte wilde Berlin“ prägen,
- steht der Berliner Bär als kulturelles Symbol für die Stadt selbst.
Besonders sichtbar wird er bei Aktionen wie den „Buddy Bears“, bei denen Bärenfiguren von Künstler:innen gestaltet und im gesamten Stadtgebiet ausgestellt werden.
Damit verbindet Berlin auf einzigartige Weise: echte Stadtnatur und Wildtiere mit einem starken kulturellen Tier-Symbol
Der Berliner Bär ist somit das perfekte Schlussbild für eure Reise durch die wilde Seite der Hauptstadt. Ein Tier, das nicht durch Wälder streift, sondern die Identität der Stadt selbst verkörpert.