Hausansicht Friedrichstadtpalast am Abend. Der Palast ist hell erleuchtet, die Straße ist leer ohne Autos und Menschen. Photo: Bernd Brundert

Friedrichstadt-Palast Geschichte

Der Friedrichstadt-Palast in Berlin blickt auf über 150 Jahre Geschichte zurück: Aus einer Markthalle von 1867 wurde ein Zirkus, dann das berühmte Große Schauspielhaus. Nach Kriegsschäden und jahrzehntelanger Nutzung als Revuetheater musste der alte Bau 1980 wegen Einsturzgefahr abgerissen werden. 1984 eröffnete der heutige Friedrichstadt-Palast als DDR-Neubau an der Friedrichstraße mit der größten Theaterbühne der Welt. 

Heute gilt der Palast als Europas größtes Revuetheater. Er verbindet die Tradition einer bewegten Vergangenheit mit modernen Grand Shows, High-Tech-Inszenierungen und funkelnden Kostümen. Willst Du in Berlin spektakuläre Shows, Glamour und beeindruckende Bühnenbilder erleben, führt kein Weg an ihm vorbei. Hier erfährst Du, wie alles begann und wie Du mit dem EasyCityPass Berlin beim Ticketkauf sparen kannst.

Der Friedrichstadt-Palast im 19. Jahrhundert

Wann wurde der Friedrichstadt-Palast gebaut?

Der Ursprung des späteren Friedrichstadt-Palastes geht auf eine Markthalle von 1867 zurück, die ab den 1870er-Jahren zur Zirkus- und Varietébühne umgebaut wurde. Der heutige Friedrichstadt-Palast wurde hingegen als moderner Neubau der DDR errichtet und 1984 in Ost-Berlin eröffnet.

Was war der Friedrichstadt-Palast früher?

Bevor der Friedrichstadt-Palast zum Revuetheater wurde, war er zunächst eine Markthalle, später eine Zirkusmanege und schließlich das berühmte Große Schauspielhaus. Unter wechselnden Namen diente das Haus als Markthalle, Zirkus, Operetten- und Revuetheater und spiegelt damit die gesamte Kulturgeschichte Berlins seit dem 19. Jahrhundert wider.

Wo stand der alte Friedrichstadt-Palast?

Der alte Friedrichstadt-Palast stand am Spreeufer in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße. Der heutige Palast liegt nur wenige hundert Meter weiter nördlich an der Friedrichstraße. Damit ist er räumlich eng mit seinem Vorgänger verbunden, wenngleich architektonisch ein komplett neuer Bau.

Der Friedrichstadt-Palast in den 20er Jahren

Unter dem Namen „Großes Schauspielhaus“ entwickelte sich das Haus schnell zu einem kulturellen Hotspot Berlins. 

Eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung spielte der Theaterreformer Max Reinhardt: Er machte das Schauspielhaus ab 1919 zu einer der bedeutendsten Bühnen Deutschlands. Das gelang ihm vor allem mithilfe innovativer Inszenierungen, groß angelegter Massenbilder und moderner Bühnentechnik. Aber auch opulente Revuen und riesige Ensembles legten den Grundstein dafür, dass der spätere Friedrichstadt-Palast zu einem Sinnbild für künstlerische Experimente und spektakuläre Revuekunst wurde. So erlebte der Palast in den Goldenen Zwanzigern seine erste große Blütezeit und wurde europaweit bekannt.

Der Friedrichstadt-Palast als Tropfsteinhöhle

Für die außergewöhnliche Architektur des Hauses war der Stararchitekt Hans Poelzig verantwortlich. Sein expressionistischer Entwurf mit markanten, hängenden Zapfen an der Decke führte dazu, dass der alte Friedrichstadt-Palast im Volksmund schnell den Beinamen „Tropfsteinhöhle“ erhielt. Die Besucher scherzten darüber, dass die hohen Säle und das schummrige Licht an eine bizarre Höhlenlandschaft erinnerten. Dieser Spitzname spiegelte den eigenwilligen Charme und die besondere Atmosphäre wider, die Poelzig geschaffen hatte – lange bevor der Palast zur internationalen Grand-Show-Bühne wurde.

Kickline: Die berühmte „Girlreihe“

Die berühmte Girlreihe im Friedrichstadtpalast in ihren silbernen Kostümen auf der lila angeleuchteten Bühne. In der Mitte steht ein Mann in einem schwarzen Anzug. Photo: Markus Nass
"Girlreihe"

Ein weiteres ikonisches Element der Friedrichstadt-Palast-Geschichte ist die legendäre Girlreihe – auch bekannt als Kickline, die seit über 100 Jahren zu den publikumsstärksten Momenten der Grand Shows gehört.

Die Tanznummer hat ihren Ursprung bereits in den 1920er-Jahren, als der künstlerische Leiter Erik Charell beim damaligen „Großen Schauspielhaus“ eine Revue präsentierte, in der die britischen Tiller Girls in perfekter Synchronität auftraten. Im Volksmund nannten die Berliner die Effektnummer einfach „Girlreihe“, weil sich die Tänzerinnen damals wie heute in langen, perfekt choreografierten Reihen über die Bühne bewegen – Beine hoch, Synchronität perfekt – ein atemberaubender Anblick.

Heute besteht die Kickline in vielen Shows aus über 30 Tänzerinnen, die Tradition und moderne Performance verbinden – ein Highlight, auf das Besucherinnen besonders gespannt warten.

Krieg und Neubeginn in der DDR

Die Nationalsozialisten schlossen Max Reinhardts Großes Schauspielhaus zunächst am 2. April 1933, eröffneten es jedoch im Januar 1934 neu unter dem Namen “Theater des Volkes“. Die neue Bezeichnung spiegelte den kulturpolitischen Anspruch der Machthaber wider und markierte eine Phase, in der das Haus unter politischer Einflussnahme für Operetten und groß angelegte Revueproduktionen genutzt wurde. Bis 1944 war das Theater des Volkes die größte Propaganda- und Operettenbühne des Dritten Reiches. 

Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch in der Friedrichstadt-Palast-Geschichte deutliche Spuren. Das ursprüngliche Gebäude wurde stark beschädigt, jedoch noch Jahrzehnte weiter bespielt, ab 1947 unter dem heutigen Namen Friedrichstadt-Palast.

Warum wurde der alte Friedrichstadt-Palast abgerissen?

In den 1970er-Jahren verschlechterte sich der Bauzustand dramatisch. 1980 musste das alte Haus schließlich wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen werden. Denn die Fundamente des auf Eichenbohlen in den Schwemmsand gesetzten Bau hatten sich durch den Untergrund am Spreeufer verschoben. Das Gebäude war bereits einen halben Meter abgesackt. In der Folge wurde es abgerissen und durch den Neubau an der Friedrichstraße ersetzt. 

1984 eröffnete der heutige Neubau in Ost-Berlin. Der neue Friedrichstadt-Palast wurde zu einem Prestigeprojekt der DDR und beeindruckte mit moderner Architektur und einer damals hochinnovativen Bühnenausstattung. 

Nach dem Mauerfall entwickelte sich der Palast weiter zu einer international ausgerichteten Grand-Show-Bühne und ist heute ein fester Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft.

Der Friedrichstadt-Palast als Bühne für Leinwand, Fernsehen und Serien

Filmausschnitt aus der Netflixserie das Damengambit. Im Hintergrund sind die Fenster des Friedrichstadtpalast zu erkennen Photo: Netflix
Das Damengambit

Die Geschichte des Friedrichstadt-Palastes ist nicht nur eng mit Theater und Revue verbunden – auch Film, Fernsehen und Streaming-Produktionen nutzten den Palast als Kulisse.

Bereits in den 1920er-Jahren war das damalige „Große Schauspielhaus“ Teil der pulsierenden Berliner Kulturszene, die auch das deutsche Kino prägte. Regisseure wie Fritz Lang und die UFA nutzten die imposante Architektur als Inspiration für Filme wie Metropolis.

Noch heute dient der Palast als Drehort. Besonders bekannt ist er durch die Netflix-Serie The Queen’s Gambit: Hier wurde der Palast als „Aztec Palace Hotel“ in Mexiko-Stadt gezeigt – die prunkvolle Architektur lieferte die perfekte Kulisse für eine der Schlüsselszenen.

Darüber hinaus wird der Palast regelmäßig für TV-Galas, Kultur- und Geschichtsdokumentationen, Aufzeichnungen großer Showproduktionen genutzt und ist somit auch Teil der deutschen Film- und Seriengeschichte.

Der Friedrichstadt-Palast Berlin heute – Moderne Grand Shows

Bühnenbild aus der aktuellen Show im Friedrichstadtpalast Berlin. Männer und Frauen in bunten Kostümen stehen in einem spitzen Dreieck auf der blau-lila angeleuchteten Bühne. Photo: Nady El Tounsy
BLINDED by DELIGHT

Heute steht der Palast für spektakuläre Grand Shows mit:

  • Über 100 Künstlerinnen und Künstlern auf der Bühne
  • Atemberaubender Akrobatik
  • Aufwendig designten Kostümen
  • Modernster Licht-, Bühnen- und Soundtechnik

Mit rund 2.854 m² Bühnenfläche gilt er als die größte Theaterbühne der Welt. Jede Show wird exklusiv für den Standort entwickelt – ein echtes Berliner Original.

Die Kombination aus Tradition und Innovation macht die Friedrichstadt-Palast-Geschichte bis heute lebendig.

EasyCityPass Berlin Vorteil – Rabatt auf Friedrichstadt-Palast Tickets

Schlussapplaus nach der Show im Friedrichstadtpalast Berlin. Man sieht wie das Publikum aufgestanden ist, um den Künstler:innen zu applaudieren. Photo: Sebastian Kirchner
Schlussapplaus

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Fazit: Friedrichstadt-Palast Geschichte erleben und Berlin glamourös entdecken

Die Friedrichstadtpalast-Geschichte ist ein faszinierendes Kapitel Berliner Kultur. Von den Anfängen im 19. Jahrhundert über die Goldenen Zwanziger, die DDR-Zeit bis hin zu modernen High-Tech-Grand-Shows – der Palast steht seit über 150 Jahren für große Bühnenmomente.

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Unser Tipp: Verbinde Deinen Showabend mit einem Spaziergang entlang der Friedrichstraße oder entdecke weitere Kultur-Highlights in Berlin – so wird Dein Aufenthalt unvergesslich.

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